Sonderausstellungen

Lichtenberg-Preisträger
Blick in die Sammlung des Museums

 Im Jahr 1967 begann das Museum Ober-Ramstadt mit einer Sammlung zu dem in Ober-Ramstadt geborenen und dann in Göttingen wirkenden Physikprofessor und philosophisch-satirischen Kritiker Georg Christoph Lichtenberg. Zu antiquarischen Büchern kamen in der Folgezeit auch Bilder, Objekte, Pressemitteilungen und sonstige Schriften und Artefakte, die mit ihm, seiner Familie und allgemein dem 18. Jahrhundert in Zusammenhang stehen.

Der ab dem Jahr 1979 begründete Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis des Landkreises Darmstadt-Dieburg, zunächst für Bildende Kunst und ab 1987 auch für Literatur, ist mit seinen Einladungen und Preisträgerschriften ebenfalls in die Sammlung eingeflossen. Das Spektrum der von den Preisträgern eingereichten Bilder ist weit gefasst. In die Lichtenberg-Sammlung wurden allerdings nur diejenigen aufgenommen, die Lichtenberg selbst abbilden oder mit ihm und seinen Arbeiten in Zusammenhang stehen. So sind Leo Leonhard, Barbara Beisinghoff und Martin Konietschke in der Ausstellung zu sehen. Auch ein farbiger Holzschnitt von Esteban Fekete und eine Radierung von Bruno Müller-Linow kamen durch eine Schenkung in die Sammlung und bereichern die Schau.

Den 40. Jahrestag des Georg-Christoph-Lichtenberg-Preises des Landkreises Darmstadt-Dieburg haben wir zum Anlass genommen, Bilder aus der Lichtenberg-Sammlung im Museum zu präsentieren. Dabei stellen wir auch das zum Jubiläum 2019 erschienene Preisträgerbuch des Landkreises Darmstadt-Dieburg vor.  

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Bitte beachten Sie: Wegen der vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsbestimmungen müssen sich Besucher derzeit vorab telefonisch – 06151-147858 – zu einer Terminvergabe anmelden. Außerdem bitten wir Sie, Ihre Masken mitzubringen.


„Welt der Farben“ – 125 Jahre DAW

Von der Mathildenhöhe in Darmstadt über das Waldorf Astoria Hotel in New York, die Basilius-Kathedrale in Moskau bis hin zur neuen Altstadt in Frankfurt/Main: die Liste der prominenten Bauwerke, die weltweit mit Anstrichen der Firma DAW (Deutsche Amphibolin-Werke) versehen wurden, ist lang. Aus bescheidenen Anfängen entwickelte sich das Unternehmen, das ursprünglich für den bergmännischen Abbau des Minerals Amphibol (Hornblende) im Odenwald gegründet wurde, zu einem führenden Hersteller von Anstrichmitteln für den Baubereich. Anfangs bestanden diese zunächst pulverförmigen Produkte aus mineralischen Pigmenten, Füllstoffen und den Bindemitteln Kalk / Casein („Murjahns Anstrichpulver“), 1909 entwickelte Robert Murjahn dann eine Innenfarbe aus kalt-wasserlöslichem Leimpulver, die er unter der Marke „Alpinaweiß“ registrieren ließ.

1928 kam mit dem wässrigen Universal-Farbenbindemittel Caparol (Casein, Paraffin, Oleum) der zweite Bestseller der Firma auf den Markt. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten die Maler ihre Pinsel mit dem scharfen Lösungsmittel Terpentin reinigen, das bei vielen die so genannte Malerkrätze, eine Hautkrankheit, hervorrief. Aus dieser Keimzelle entwickelte sich das Unternehmen, dessen Angebot von Grundierungen bis zu Fassaden- und Dämmtechniksystemen, Raumakustiksystemen, Wandbelägen und Produkten für die Baudenkmalpflege reicht. Das Familienunternehmen, das inzwischen in der fünften Generation geführt wird, beschäftigt heute weltweit rund 5.600 Mitarbeiter, davon 1.600 am Stammsitz in Ober-Ramstadt. Die Ausstellung zeichnet dieses spannende und für Ober-Ramstadt bedeutende Kapitel Industriegeschichte anhand von Fotos, Dokumenten und Originalmaterialien nach.

Die Ausstellung im Museum Ober-Ramstadt ist bis zum 7. Juni 2020 zu besichtigen. (Öffnungszeiten: sonntags von 14.30-17.00 Uhr)

Die Eröffnungsveranstaltung findet am Sonntag, den 26. Januar 2020 um 15.00 Uhr im Museum Ober-Ramstadt (Otto-Weber-Anlage 1) statt.

Passend zur Ausstellung gibt es zudem unter dem Motto „Ober-Ramstadt in Farbe“ einen Malwettbewerb für Kinder und Jugendliche. Einsendeschluss ist der 8. Mai 2020, die Preisverleihung findet im Rahmen des Museumsfests am 17. Mai 2020 statt. 
Weitere Details und Informationen zum Wettbewerb finden Sie auf dem Flyer und in den Teilnahmebedingungen.