Aktuelles

Liebe MuseumsbesucherInnen, liebe Interessierte,

das Museum Ober-Ramstadt wird derzeit komplett überarbeitet, saniert, renoviert und mit einem neuen modernen Konzept versehen. Daher ist das Museum leider geschlossen!

Der Verein für Heimatgeschichte e.V. und die Stadt Ober-Ramstadt führen diese Modernisierung durch, um Ihnen ab Mai 2023 ein komplett neues, interaktives Besuchserlebnis bieten zu können.

Fridays for Future? Mondays for History!

Mach mit im Museumsverein Ober-Ramstadt!
Jeden Montag ab 19 Uhr im Bahnhof Ober-Ramstadt


19.12.2022:

Einladung zum Vortrag von Gernot Scior über „Das Jagdbuch des Landgrafen Ludwig VIII.“

In unserem nächsten Vortrag am Freitag, den 6. Januar 2023, 19.30 Uhr (Stadthalle Ober-Ramstadt) berichtet Gernot Scior über ein außergewöhnliches Zeugnis landgräflicher Jagdleidenschaft und die letztlich ruinösen Auswirkungen auf die Staatsfinanzen.

Landgraf Ludwig VIII. war ein leidenschaftlicher Jäger. In seiner Regierungszeit 1739 bis 1768 erreichte die höfische Jagd in der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt ihren Höhepunkt. Die Jagd war mittlerweile zu einem Privileg des herrschenden Adels geworden. Residenznahe Wälder wurden durch Schneisen, Wildzäune und Falltore jagdgerecht umgebaut und die Öffentlichkeit weitgehend ausgeschlossen. Große Waldgebiete dienten vornehmlich der Hege und Vermeh­rung des Jagdwildes.

Ludwig VIII. praktizierte neben der Pirschjagd vor allem aber die Parforcejagd, eine oft Stunden dauernde Hetzjagd zu Pferd auf einen Hirsch. Die Häufigkeit seiner Jagderfolge, Menge und Art seiner Jagdbeute füllen über die Jahre lange Listen. Als einmalig in ihrer Art darf die Zusam­menstellung landgräflicher Jagderfolge gelten, die das Jagdbuch Ludwigs VIII. allein für das Jagdgebiet Arheilger Wald aufführt. Der zeitliche Rahmen der geschilderten Jagdereignisse reicht von 1735 bis 1763. Als Jagdbegleiter Ludwigs haben der dichtende Oberförster Johann Christian Rautenbusch in überschwänglichen und meist holprigen Versen und der Jagdmaler Georg Adam Eger in farbigen Skizzen das Jagdgeschehen festgehalten. 1751 begann man, die bis zu diesem Zeitpunkt gesammelten Blätter mit ihren zahlreichen farbigen Abbildungen grim­miger Wildschweine, kapitaler Hirsche und Szenen verschiedener Parforcejagden in einem Album einzukleben.

Mit dem Tod des Landgrafen 1769 kam auch das abrupte Ende der höfischen Jagd. Der Staats­etat war durch die jahrzehntelangen enormen Ausgaben in eine Schieflage geraten, die von Ludwigs Nachfolger Ludwig IX. ein sofortiges Handeln verlangte.

Wir freuen uns über zahlreichen Besuch. Der Eintritt ist frei – Spenden für die Neugestaltung des Museums sind uns willkommen.


19.12.2022:

Einladung zu unserem

Neujahrsspaziergang“
am Sonntag, den 01. Januar 2023, 13.30 Uhr.

Zu Beginn des neuen Jahres begeben wir uns auf die Spuren des Frankenhäuser Mundartdichters Bernhard Kraft. Er lebte dort von 1848 bis 1936 als Schuhmacher. Seine Liebe galt aber der Dichtkunst. In seinen Gedichten beobachtete er mit kritischem Blick Stärken und Schwächen der Menschen, die ihm im Alltag begegneten. Die Gemeinde Mühltal ehrte sein Schaffen vor einigen Jahren mit der Benennung eines Wanderweges, auf dem wir gemeinsam unseren Neujahrsspaziergang unternehmen wollen. Jürgen Schmidt, ein Ur-Ur-Enkel Krafts, wird uns auf dem Weg mit einigen Gedichten aus Bernhard Krafts Repertoire erfreuen.

Treffpunkt: Frankenhausen, Hütte Streittanne, Gustav-Krämer-Weg / Richtung Nieder-Beerbach
Wenn möglich bitte Fahrgemeinschaften bilden. Eine Busverbindung mit dem NE Bus ab Mühltal-Bahnhof, Abfahrt 12.58 Uhr, ist möglich.

Dauer der Wanderung: voraussichtlich 1,5 Stunden

Anschließend laden wir alle Beteiligte zu einem Teller warmer Gulaschsuppe ein. Über eine rege Teilnahme freuen wir uns, Gäste sind uns auch sehr willkommen!


14.11.2022:

Einladung

zum Filmvortrag von Larissa Anton am Freitag, den 2. Dezember 2022, 19.30 Uhr,
in der Stadthalle Ober-Ramstadt mit dem Titel

„Tod und Teufel“.

In vielen Sagen treten Tod und Teufel als leibhaftige Personen und unter vielerlei Beinamen auf. Sie verkörpern, was die Menschen über Jahrhunderte hinweg am meisten fürchteten.

Auch den „Schwarzen Tod“ stellte man sich bildlich vor z.B. als Pestflämmchen oder den „Schwarzen Mann“. Viele Redensarten, Lieder und Kinderspiele erinnern an diese düstere Zeit. Daneben künden Bildstöcke, Bräuche und Traditionen von einer der schlimmsten Seuchen der Menschheit.

Der Film erzählt sechs teils traurige, teils heitere Sagen rund um Sensenmann, Pest und Zwetschenheinrich. Wir tanzen mit dem Tod und besuchen „teuflische“ Orte. Gedichte und Pestlieder geben einen Einblick in die Lebens- und auch Todeseinstellung der Menschen früherer Zeiten. Jenseitsvorstellungen wie Seelenwaage, Hölle und Fegefeuer werden ebenfalls beleuchtet.

Wir freuen uns über zahlreichen Besuch. Der Eintritt ist frei – Spenden für die Neugestaltung des Museums sind uns willkommen.


14.11.2022:

Einladung zum traditionellen

„Zwiwweldunkselesse“

am Freitag, den 25. November 2022, 19.00 Uhr,
Lichtenberg-Schänke, Steinrehweg 2, Ober-Ramstadt

Auch unsere traditionsreiche Veranstaltung des Zwiwweldunkselessens war unterbrochen, doch möchten wir sie in diesem Jahr wieder aufnehmen. Da ohne Musikbegleitung die letzten Male unsere Stimmen nicht mehr so kraftvoll und sicher erklungen sind, haben wir uns für dieses Jahr eine Neuerung ausgedacht, die alle Teilnehmer:innen sicher ebenso erfreut und zur guten Stimmung beiträgt:

Jürgen Schmidt, ein Ur-Ur-Enkel des Mundartdichters Bernhard Kraft wird uns eine kleine Einführung zu Bernhard Kraft geben und aus seinen Texten gekonnt vorlesen. Obwohl 100 Jahre alt, sind die Texte heute wieder erstaunlich aktuell. Auch auf eine kleine Überraschung mit Bezug zu Ober-Ramstadt können die Teilnehmenden gespannt sein.

Wenn Sie gerne kommen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 22. November per Mail: info@museum-ober-ramstadt.de oder telefonisch bei Martel Döring (06151-147858) an.


13.10.2022:

Einladung

zum Vortrag von Reinhold Reinmöller am Freitag, den 4. November 2022, 19.30 Uhr,
in der Stadthalle Ober-Ramstadt zum Thema

„700 Jahre Ober-Ramstädter Mühlengeschichte –Teil 2“

Im zweiten Teil der Vortragsreihe zu den Ober-Ramstädter Mühlen stehen die Schlossmühlen – Alte und Neue Schloßmühle – im Zentrum der Betrachtungen. Eingerahmt vom „Schloßberg“ mit seiner ehemals imposanten Burg und dem gegenüber liegenden Silberberg mit seiner Grube „Gnade Gottes“ bilden sie ein Ensemble bedeutender kultur- und wirtschaftshistorischer Stätten, die bis ins ausgehende Mittelalter reichen.

Der Vortrag ist mit zahlreichen historischen und aktuellen Bildern unterlegt und unternimmt darüber hinaus den Versuch, einen Zusammenhang wirtschaftlicher Interessen und technischer Entwicklungen vom 13. Jahrhundert bis in die Neuzeit am Beispiel dieser beiden Mühlen aufzuzeigen. Wandelnde Essgewohnheiten, technische Innovationen, Entfaltung von Reichtum und Armut, jahrzehntelange Prozesse um Wasserrechte, Insolvenzen und Kriegsereignisse sind spannende Aspekte dieser Ober-Ramstädter Mühlengeschichte.

Wir freuen uns über zahlreichen Besuch. Der Eintritt ist frei – Spenden für die Neugestaltung des Museums sind uns willkommen.


16.09.2022:

Nach der Pandemiepause können wir wieder unsere Vortragsreihe anbieten.
Geändert haben sich in dieser Saison Vortragsort und Tag, was wir unbedingt zu beachten bitten!

Wir beginnen am

Freitag, den 7. Oktober 2022, 19.30 Uhr
in der Stadthalle in Ober-Ramstadt

mit einem sicher wieder sehr interessanten Vortrag von Jörg Lotter:

„Neues von der Burg Tannenberg“

mit folgendem Inhalt:

·       Neueste Erkenntnisse aus den aktuellen Grabungsaktivitäten mit neuen unerwarteten Funden. (Hinsichtlich des Skelettfundes können allerdings nur Arbeitsthesen vorgestellt werden, da die DNA-Untersuchungen immer noch nicht abgeschlossen sind.)
·       Kurze Einführung zur Geschichte der Burg Tannenberg
·       Befunde zu festgestellten Abweichungen der bisher angenommenen Bebauung sowie die diesbezüglichen noch offenen Fragen.
·       Grabungstechnische Befunde hinsichtlich der Belagerung und Erstürmung der Burg und der entsprechenden Verifizierung anhand vorhandener historischer Urkunden.
·       Vorstellung interessanter Kleinfunde, die das spätmittelalterliche Leben auf einer Burg des 14. Jahrhunderts eindrucksvoll darstellen.

Burg Tannenberg

Wir freuen uns auf diesen Vortrag und hoffen auf zahlreiche Besucher. Der Eintritt ist frei. Spenden für die Neugestaltung des Museums sind uns willkommen.


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