Aktuelles

24.01.2020:

Im Rahmen der Ausstellung „Welt der Farben“ – 125 Jahre DAW veranstaltet der Verein für Heimatgeschichte / Museum Ober-Ramstadt unter dem Motto „Ober-Ramstadt in Farbe“ einen Malwettbewerb für Kinder und Jugendliche.

Die Teilnahmebedingungen und eine Einverständniserklärung zur Teilnahme Ihres Kindes am Wettbewerb finden Sie hier.


14.01.2020:

Einladung zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung

„Welt der Farben“ – 125 Jahre DAW

am Sonntag, den 26. Januar 2020 um 15.00 Uhr
im Museum Ober-Ramstadt (Otto-Weber-Anlage 1).

Nähere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.


Einladung zum Vortrag von Dr. Berthold Eiberger:

War der Kalb von Reinheim ein Ritter aus der Pfalz?
Donnerstag, den 06. Februar 2020, 19.30 Uhr
im Scheunensaal der Hammermühle Ober-Ramstadt

Die Kalbe von Reinheim werden häufig mit Nieder-Modau und dem Schlossberg in Verbindung gebracht. In der Nähe des Schlossbergs gibt es Spuren aus verschiedenen Epochen: An der Hohen Straße auf dem Hohen Rodberg liegen keltische Hügelgräber, Richtung Rohrbach ist ein römischer Bauernhof belegt und die Funde auf dem Plateau des Schlossbergs werden als mittelalterlich gedeutet. Im ausgehenden Mittelalter sind die letzten Kalbe von Reinheim von 1440 bis 1574 in Weinheim und in Zwingenberg nachweisbar.
In der Zeit davor wird von 1375 bis 1424 von einem Werner Kalb von Reinheim als Wegelagerer berichtet, der sich mit der Stadt Frankfurt anlegte. Aus den Urkunden ab 1375 geht hervor, dass die Stadt Frankfurt jährlich 12 Pfund Heller Frankfurter Währung dafür zahlte, damit dieser Werner die „Belästigungen der Messebesucher unterlässt. Doch nach zwei Jahren kündigte er die Vereinbarung und nahm sein Treiben wieder auf; dies endet 1382 in „Werner Kalbs Krieg“, einem Rachefeldzug der Städte Frankfurt, Mainz und Worms zum Schaden der Eigenleute des Grafen Diether von Katzenelnbogen in Nieder- und Ober-Modau, Rohrbach und in Wembach. Dass die Kalbe von Reinheim diese Dörfer im
14. Jh. zu Lehen hatten, geht aus den Urkunden der Grafen von Katzenelnbogen nicht hervor. Ebenso sind in den Urkunden keine Hinweise auf eine mittelalterliche Burg auf dem Schlossberg oder ein Burgenlehen zu finden.
In einer Urkunde vom 23. Juli 1292 wird ein „Kalp miles“ genannt, der als der erste Kalb von Reinheim angesehen wird. In dieser Urkunde wird u.a. ein Erkinger von Magenheim zum Schiedsmann benannt. Dieser Erkinger war mit einer pfälzischen Ritterstochter verheiratet, die familiäre Beziehungen gehen aber auch in den Raum Weinheim. Erkinger von Magenheim ist Erbe der Schauenburg bei Dossenheim. Erkinger und seine Frau Jutta haben wohl zeitweise auf der Schauenburg gelebt. In späterer Zeit haben diese Erkinger ihren Sitz auf der Burg Rodenstein.
Es besteht Wappengleichheit zwischen den Kalbe von Reinheim und dem Ritter aus der Pfalz, dem Schwager des Erkinger. Ab 1483 ist die St. Laurentiuskirche zu Weinheim als Grablege der Kalbe von Reinheim nachweisbar. Eine unbeschriftete Grabplatte stammt vermutlich aus dem 13. Jh. und trägt das Wappen der Kalbe bzw. das Siegel des pfälzischen Rittergeschlechts. Es ist nicht auszuschließen, dass unser Ritter aus der Pfalz in Weinheim seine letzte Ruhe fand und ein früher Vorfahre der Kalbe von Reinheim gewesen ist.

Wir freuen uns auf diesen Vortrag und hoffen auf zahlreiche Besucher und Interessierte.
Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen.


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